Der Stadtwald von Seligenstadt

Der schöne Stadtwald Seligenstadt muss erhalten bleiben!

Gebiete mit intakter Natur sind im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet nicht gerade im Überfluss vorhanden. Jede Möglichkeit zur Erhaltung von Flora und Fauna sowie zur Erholung der Menschen sollte daher genutzt und entsprechende Gebiete möglichst unverändert erhalten werden.

Der Stadtwald von Seligenstadt ist ein einzigartiges Ökosystem.

Die 213ha ausgewiesenes Gebiet für die Windkraftanlagen liegen außerdem in der Nähe des Wasserwerks „Lange Schneise“, also im wichtigsten Wassereinzugsgebiet der Region. Geschützte Fledermausarten und Vögel sind hier heimisch.

Die Errichtung von Windkraftanlagen ist notwendigerweise mit Veränderungen verbunden, aber sie sollten in einem vernünftigen Verhältnis zum zu erwartenden Nutzen stehen.

Der Aufbau einer Anlage mit typischen, schwerem Gerät

Mit welchen Veränderungen ist voraussichtlich zu rechnen?

Bei Errichtung der Windkraftanlagen müssen nicht alle Veränderungen eintreten, aber sie sollten in die Ausweisung von Flächen zur Nutzung der Windenergie einkalkuliert und durch entsprechende Gutachten bewertet werden.

Bodenverdichtung

Bei der Größe der erforderlichen Anlagen (Enercon E-126) mit einer Nabenhöhe von mindestens 160m sind riesige Fundamente notwendig, die durch ihr Eigengewicht von ca. 2300t/Fundament zu starker Bodenverdichtung führen. Dazu kommt noch das Gewicht der Windräder mit jeweils bis zu 1000t.

Grundwasser

Durch die Bodenverdichtung und das Ausmaß der Fundamente (Enercon E-126), die für die Windräder mit einer Nabenhöhe von 160m bei einem Gewicht von ca. 2300t bis zu 25m in die Tiefe reichen, kann der Grundwasserspiegel abfallen und die Wasseradern können sich unkontrolliert neue Wege suchen.

Zufahrtsstrassen

Die vorhandenen Zufahrtswege sind bei der Größe der geplanten Anlagen weder für die Baufahrzeuge noch für die notwendigen riesigen Wartungskräne ausreichend. Ein Ausbau und die starke Befestigung der Zufahrten wären also erforderlich.

Fauna

Der gigantische Windradkopf kurz vor der Monatge

Die zur Diskussion stehenden Vorranggebiete liegen zum größten Teil im Wald. Negative Auswirkungen von Windkraftanlagen z.B. auf Fledermäuse sind für andere Standorte nachgewiesen. Die meisten Fledermausarten sind nach Naturschutzrecht streng geschützte Arten. Für die Populationen der Fledermäuse im Stadtwald von Seligenstadt ist daher ebenfalls mit negativen Auswirkungen zu rechnen. Ein Gutachten liegt noch nicht vor, ist aber gegenwärtig in Arbeit. Weitere Gutachten wie z.B. für den Roten Milan wären ebenfalls erforderlich.
Lesen Sie mehr über die möglichen Auswirkungen auf die Fauna im Stadtwald.


Weiterführende Unterlagen und Gutachten finden sie im Download-Bereich.